July 30, 2021

Wie man Mars und Venus in einer gut sichtbaren planetarischen Konjunktion ausrichten kann

Mars und Venus stehen kurz davor, sich am Nachthimmel aufzureihen und kommen sich am Montag und Dienstag so nahe, dass sie sich fast zu berühren scheinen.

Ein astronomisches Ereignis, bei dem sich Himmelskörper so am Himmel ausrichten, wird als Konjunktion bezeichnet.

Den ganzen Monat über haben sich Mars und Venus einander angenähert. Nach Sonnenuntergang am Montagabend erscheinen die beiden Planeten so nah beieinander, dass kein Vollmond dazwischen passt. Das ist laut NASA nur ein Fingerbreit auseinander, wenn Sie Ihre Hand in den Himmel halten.

Die beiden Planeten werden sich in den frühen Morgenstunden des Dienstagmorgens tatsächlich am nächsten kommen, aber das Tageslicht wird dies unmöglich machen. Stattdessen müssen die Menschen also warten, bis die Sonne am Dienstag untergeht, um die beiden Planeten wieder zusammen zu sehen. Danach fängt das Paar an, sich immer weiter voneinander zu entfernen.

Um die Konjunktion zu sehen, gehen Sie kurz nach Sonnenuntergang hinaus und schauen Sie nach Westen

Um einen Blick auf die Konjunktion zu erhaschen, machen Sie sich in der Dämmerung auf den Weg – 45 Minuten bis eine Stunde nach Sonnenuntergang. Die beiden Planeten werden mit bloßem Auge sichtbar sein, wenn die Sonne tief unter den Horizont sinkt.

Schauen Sie in Richtung des tiefsten Teils des westlichen Himmels, nahe dem Horizont, unter der Mondsichel. Ferngläser oder ein Teleskop könnten Ihnen eine bessere Sicht ermöglichen, wenn Sie sie haben. (Websites wie Stellarium können Ihnen helfen, ein Teleskop in die richtige Richtung auszurichten.)

Wenn Sie an der Ostküste sind, gehen Sie vor 22:07 Uhr Ortszeit nach draußen, sagt die NASA, denn danach wird der Mars unter dem Horizont untergehen, gefolgt von der Venus. (Die Venus geht etwa zwei Stunden nach Sonnenuntergang unter.)

Mars- und Venus-Konjunktion NASA

Ein Beispiel dafür, wie weit Mars und Venus am Montag, den 12. Juli, am Nachthimmel voneinander entfernt sein werden – nur ein halbes Grad oder etwa die Breite eines Zeigefingers auf Armlänge.

NASA/JPL-Caltech


Mars und Venus sind tatsächlich 74,4 Millionen Meilen voneinander entfernt, fast die Entfernung zwischen Erde und Sonne.

Die beiden Planeten werden am Himmel leicht voneinander zu unterscheiden sein, denn die Venus leuchtet etwa 190-mal heller als der Mars, der ebenfalls rotbraun erscheint.

Glücklicherweise wird der Mond am Montag und Dienstag nur zu etwa 10 % von der Sonne beleuchtet, wodurch die Ausrichtung bei klarem Himmel besser zu erkennen ist.

Dieses Planetenpaar wird erst 2034 wieder so nah erscheinen

Venus NASA Bild

Ein zusammengesetztes Bild der Venus von der NASA-Raumsonde Magellan und dem Pioneer Venus Orbiter.

NASA/JPL-Caltech


Planetarische Konjunktionen sind keine Seltenheit. Letztes Jahr richteten sich Jupiter und Saturn in einer “großen Konjunktion” aus und erschienen so nah am Himmel, dass sie etwas bildeten, das wie ein Doppelplanet aussah. Zuvor waren diese beiden Planeten seit dem 4. März 1226 – vor fast 800 Jahren – nicht mehr so ​​nahe vom Aussichtspunkt der Erde aufgetaucht.

Das letzte Mal, dass Mars und Venus so nah vom Aussichtspunkt der Erde waren, war am 24. August 2019. Diese Konjunktion war jedoch nicht sichtbar, weil das Duo laut Astronomy.com zu nah an der Sonne war.

Wenn Sie die bevorstehende Konjunktion verpassen, können Sie am 22. Februar 2024 eine weitere Mars-Venus-Ausrichtung beobachten. An diesem Tag sehen die beiden Planeten jedoch nicht ganz so nah beieinander wie am Montag und Dienstag. Um eine weitere Konjunktion wie diese zu sehen, müssen Sie laut Astronomy.com bis zum 11. Mai 2034 warten.